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Digitalisierung im Handwerk! Fluch oder Segen, Sorge oder Chance?

Digitalisierung im Handwerk! Fluch oder Segen, Sorge oder Chance?

Der Begriff Digitalisierung beschreibt den Wandel von klassischen, analogen Informationen und Daten in digitale Formate. In herstellenden Unternehmen bezeichnet man auch die Veränderung von handwerklichen Ausführungen hin zu Designarbeiten und maschineller Unterstützung. Heute sind wir sind im Gespräch mit Arne Suter aus dem Suter Dental Labor in Bremervörde

Welche Erfahrungen und Einschätzungen sehen sie im Bezug auf die voranschreitende Digitalisierung in mittelständischen Betrieben?

Selbstverständlich kann ich auf diese Fragestellung nur auf unseren Betrieb und unsere Branche Aussagen treffen. Seit nunmehr fünfzehn Jahren erlebe ich die Veränderungen im Dental- bzw. Laborbereich. Ursprünglich stamme ich aus dem Marketing- und Vertriebswesen und war viele Jahre in der Musikbranche und Vertrieb tätig. Im Handel steht Digitalisierung natürlich direkt mit Vertrieb und Customer-Relationship sowie deren Versorgungsketten in Verbindung. Für die klassischen Handwerksbetriebe stellt sich die Entwicklung jedoch ganz anders dar. Hier sind es viel mehr die sich verändernden Herstellungsprozesse. Um es zu verdeutlichen: als ich vor 15 Jahren in das Unternehmen eingetreten bin, wurde noch sehr klassisch manuell gefertigt, aber bereits ein Jahr darauf haben wir die ersten Herstellungsveränderungen in Richtung CAD/CAM computer-aided-design und computer-aided-manufacturing im Dentallabor umgesetzt. Hiermit wurde ein wichtiger Schritt in die Zukunft begonnen. Selbstverständlich muss das Fachwissen des Zahntechnikers im Design eine Patientenversorgung wie z.B. einer Zahnkrone vom handwerklichen Können in die Umsetzung am Bildschirm erfolgen. Bei allen Fortschritten wird die Fachkenntnis Grundlage der Qualität bleiben. Wir stellen sogar fest, dass eine Hochqualifizierung und Weiterbildung der Techniker mit diesen Entwicklungsfortschritten einhergeht. Die technologische Weiterentwicklung erfordert aber auch ein hohes Investitionsvolumen und finanzielle Beweglichkeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Hier sollte die Unternehmen zukünftig mehr in moderne Fertigungsanlagen und die dazugehörige Weiterqualifizierung des eigenen Teams investieren.



Ein stabiles, vitales Dentallabor kann das Rennen im Dentalmarkt mitgehen. Seit vielen Jahren arbeiten wir routiniert mit diesen modernen Fertigungsverfahren. Mittlerweile gibt es in unserem Labor sieben Designplätze und wir fertigen auf drei großen Dentalfräsmaschinen in der Teilherstellung. Bereits jetzt werden drei unterschiedliche 3D-Drucker eingesetzt. Hierzu kann man einige Filme auf unserem YouTube-Kanal und auf der Homepage www.suter.de finden. Für bestehende und auch zukünftige Mitarbeiter sind dies erkennbare Faktoren für einen zukunftssicheren Arbeitsplatz. Der Fachkräftebedarf ist gerade in unserem Landkreis besonders spürbar.

Wie begegnen Sie dem Fachkräftemangel und welche Maßnahmen ergreifen sie, um jungen Menschen einen Ausbildungsplatz anzubieten?

Den Hauptanteil an zukünftigen Mitarbeitern erfüllen wir durch die Übernahme der eigenen Auszubildenden im Unternehmen. Wir erleben die jungen Menschen als sehr motiviert und strebsam. Es zeigt sich durch sehr gute Abschlussergebnisse in den Ausbildungsprüfungen. Hier haben wir überdurchschnittlich positive Qualifizierungen, auch mit besonders ausgezeichneten Ergebnissen für die Azubis und unseren Lehrbetrieb.

Ein entscheidendes Kriterium ist möglicherweise auch die praktische Einbindung in die modernen Fertigungs-Technologien, sprich der digitale Prozess im Dental Labor. In diesem Betrieb werden bereits die Auszubildenden im ersten Lehrjahr schon an einfache Designaufgaben herangeführt. Nach Aussagen unserer Azubis findet diese Ausbildung längst nicht in jedem Dentallabor so statt. Hier fühlen sich die jungen, motivierten Zahntechniker für die handwerkliche Zukunft gut aufgestellt. Neben den reinen Ausbildungsaufgaben sehen wir jedoch diese Jungtechniker als die Zukunft des Teams. In einem Projektteam „NEXT“ werden die Auszubildenden und frischen Gesellen/innen in Entwicklungsprozesse mitgenommen. Es werden beispielsweise Messepräsentationen auf Ausbildungsmessen oder auch der Schülerbereich der Suter-Homepage entwickelt. Sie erhalten interne wie auch externe Zusatzweiterbildungen. In diesem Jahr wird es das erste Teamseminar für persönliche Weiterentwicklung geben, an dem zunächst sechs Mitarbeiter teilnehmen dürfen. Dieses Coaching wird sie über die nächsten drei Jahre begleiten.

Auch aus diesen Gründen können wir uns über viele Praktikanten und Ausbildungsbewerber freuen. Für das aktuelle Jahr starten wir mit drei Auszubildenden.

Für Fachkräfte aus dem freien Markt wird es wichtig sein, dass der/die Zahntechniker/in die Unternehmensstärke anhand der Technologien im Labor erkennen kann. Nur ein modernes Unternehmen wird auch für den zukünftigen Mitarbeiter attraktiv erscheinen und Zukunftssicherheit bedeuten. Nicht jeder Betrieb kann diese Merkmale aufweisen und viele Fachkräfte bemerken bestimmte Stillstände in ihrer eigenen Firma. Wenn das Labor hier keine Zukunftsorientierung beweist, kann sich eine Unsicherheit und Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern entwickeln.

Aus Bewerbergesprächen entnehmen wir, dass Mitarbeiter zunehmend mehr Aufmerksamkeit auf einen modernen Führungsstil legen. Ein gutes Betriebsklima und ein optimales Leitungsteam sind heute Voraussetzungen für einen gelingenden Unternehmenserfolg. Auch hier ist eine permanente Weiterbildung von Führungskräften eine gute Investition. So kann ich abschließend sagen, dass in unserem Betrieb die Digitalisierung in den Herstellungswegen eine spannende Zukunft hat. Es macht vor allen Dingen den Beruf wieder aktuell und attraktiv für Bewerber.